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High-Performer rekrutieren: Wie wir Entwickler suchten

Grade junge Firmen und gewachsene Start-Ups sind mit der Rekrutierung oft überfordert. Es ist schwer gute Leute zu finden. Selbst mit einer attraktiven, modernen Unternehmenskultur scheint es schwierig außerhalb der Firma großes Interesse zu wecken.

Zumindest ging es uns so. Und lange begriffen wir nicht, woran das lag.

Warum weckt ein sexy Unternehmen mit einem außergewöhnlichen Team kaum Interesse?

Als Arbeitssuchender empfand ich die Jobsuche als grauenvoll. In den großen Jobbörsen sieht fast jede Ausschreibung gleich aus. Überall die gleichen platten Floskeln:

  • Ihre Aufgaben: Entwicklung von Java Anwendungen
  • Ihr Profil: Studienabschluss als Informatiker; Mehrjährige Berufserfahrung als Entwickler
  • Wir bieten: Interessante Projekte, flache Hierarchieren und optimale Weiterbildungsmöglichkeiten

Auch unsere Ausschreibung orientierte sich stark an diesem Aufbau. Aber wie soll das Interesse wecken?

Als Bewerber will ich wissen, was mich in der Anstellung erwartet:

  • Wie wird gearbeitet? Team-Arbeit? Pair Programming? Code Reviews?
  • Mit was für Leuten werde ich zusammenarbeiten? Werde ich Vorgesetzte haben oder selbstbestimmt arbeiten können?
  • Bekomme ich alle Umsetzungsdetails von Architekten vorgekaut, oder darf ich selbst Anforderungen ausarbeiten, Code designen und komplexe Herausforderungen lösen?

Details, Details, Details! Oberflächliche Ausschreibungen heben sich nicht von der Masse ab!

Hire for attitude, train for skills!

Viele Unternehmen legen großen Wert auf Erfahrung mit Programmersprachen oder Technologien und Tools. Wir nicht.

Erfahrung gewinnt man mit der Zeit. Die richtige Arbeitseinstellung nicht. Entweder jemand hat Interesse daran außergewöhnliche Produkte zu schaffen, Prozesse zu revolutionieren und sich selbst immer wieder weiterzuentwickeln oder eben nicht.

Adler und Enten

Ein Auszug aus Von Adlern und Enten: Die Kunst, passende Mitarbeiter zu finden:

„Es gibt im Prinzip zwei Typen von möglichen Arbeitskräften: Die einen suchen einen Arbeitsplatz, die anderen suchen eine Aufgabe. Diejenigen, die den Arbeitsplatz suchen, haben ihr Ziel erreicht, wenn sie ihn gefunden haben. Wer am Ziel ist, dessen Aktivität lässt nach. Er wird sich auf seinen Arbeitsplatz setzen und nur noch das Nötigste tun. Diese “Arbeits”kräfte sind die Enten. Diejenigen, die eine Aufgabe suchen, haben hingegen mit der Anstellung ihr Ziel konkretisiert und die Aktivität beginnt. Diese heißen Adler.“

Will man die Adler, muss man eine Ausschreibung gestalten, die Adler anzieht. Eine 08/15-Ausschreibung reicht dafür nicht.

Zeigt den Adlern, dass bei euch eine echte Herausforderungen auf sie warten und dass sie bei euch Freiraum zur eigenen Entwicklung haben!

 

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