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Wie es ist, in Madrid zu arbeiten

Vor einigen Monaten habe ich die Mitarbeiter der Qudosoft darum gebeten, dass ich für vier Wochen aus dem Ausland arbeiten kann, genauer gesagt aus Madrid.

Was hab ich in Madrid gemacht?

Ich war 4 Wochen zu Besuch bei meiner Freundin, die in Spanien ein Praktikum absolvierte. Da ich keine 4 Wochen Urlaub machen wollte, hab ich eben gearbeitet. Meine Freundin hat keinen Internetanschluss und ich, wollte sowieso nicht von zuhause arbeiten, also suchte ich nach einem Coworking Space. In direkter Nachbarschaft wurde ich fündig und habe mir im Busining Coworking Space nahe der Avenida de America einen Schreibtisch gemietet:

Puestos de coworking en Madrid - Busining City María de Molina

Das Internet war schnell, der Kaffee schlecht und der Space gemütlich und modern eingerichtet. Es war überraschend voll. Ich glaube, es war eine ganze Firma dort anwesend. Zumindest hatten die Leute dort ständig gemeinsame Meetings und haben irgendwelche Facebook Reichweitencharts angeguckt (Lächeln) Die Atmosphäre war sehr lebendig.

Leider bin ich des Spanischen nicht mächtig und hab somit kaum Gelegenheit gehabt, mich mit den Leuten dort zu unterhalten, da sie entweder kein Englisch konnten oder keine Lust hatten, englisch zu sprechen. Das war in ganz Madrid so und hat sich sehr komisch angefühlt. Ich hätte für so eine große Metropole erwartet, dass mehr Leute englisch sprechen. Hätte ich mich doch bloß mal hingesetzt und ein bisschen spanisch gepaukt!

Was hat mir gut gefallen?

Der Tapetenwechsel war erfrischend. Es hat sich gut angefühlt, mal den Ort so drastisch zu wechseln und raus aus dem gewohnten Umfeld zu sein. Ich hatte das gleiche Gefühl nochmal, als ich vier Wochen später, montags wieder im Büro war, man hat also gefühlt zweimal einen Tapetenwechsel.

Die Arbeit im Coworking Space finde ich produktiver als im Homeoffice, da dort mehr Arbeitsatmosphäre herrscht als in den eigenen 4 Wänden.

Ich hab die Wochenenden mal nicht mit meinem Lieblingshobby Beachvolleyball verbracht, sondern war viel in Spanien unterwegs. Wenn man schonmal vor Ort ist…

Was fand ich nicht so toll?

Wir haben zwar eine ziemlich teure und professionelle Videokonferenzanlage mit super Qualität an den stationären Geräten, allerdings hat mich der fehlende Linux Support massiv gestört. Es geht zwar mit einem virtuellen Window irgendwie, aber dadurch saugt es den Laptopakku in einer Stunde leer, aufgrund der VM und der Videoübertragung. Ich wünsche mir einen Linux Support für die VK, da mittlerweile sehr viele Entwickler Linux nutzen. Gerade für ein etwaiges künftiges Remote Team sollte eine Plattform existieren, die alle Betriebssysteme unterstützt. Alternativ kann man auch sein Android/Apple Gerät nutzen, am besten mit Headset, damit die Audioqualität nicht leidet.

Durch die Remote Arbeit verliert man den Kontakt zu den Kollegen. Außer mit meinem Team hatte ich eigentlich keinen Kontakt, z.B. bei einem Kaffee oder einem Bier. Das sorgt dafür, dass man fokussierter in seinem eigenen Projekt ist, aber auch dafür, dass man viel weniger von der Firma und den anderen Projekten mitbekommt. Außerdem sind die gemeinsamen Abende in Karlsruhe immer sehr amüsant.

Fazit

So ein Ortswechsel finde ich wirklich empfehlenswert. Ich bin froh, dass das so unkompliziert war. Ich würde das gerne irgendwann nochmal machen. Die Unabhängigkeit von einem festen Arbeitsplatz gibt einem viel persönliche Freiheit und Flexibilität, gutes Internet vorrausgesetzt.

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