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Wo kommt eigentlich der Name Qudosoft her?

Die Frage wird mir immer wieder gestellt und nachdem auch bei uns intern mehr als die Hälfte der Leute nach der Namensfindung zu uns gestoßen sind, lohnt es sich vielleicht das mal aufzuschreiben.

Die Antwort auf diese Frage hat zwei Teile. Der eine Teil hat mit der Frage zu tun, warum wir überhaupt einen Namen gesucht haben und der zweite, was es mit dem Namen Qudosoft auf sich hat.

Der unspannende Teil – die Frage nach dem Warum

Der erste Teil ist nicht wirklich spannend, es ging primär um den formalen Umzug des Sitzes der Gesellschaft nach Berlin. Wir hatten die Gesellschaft erst kurz zuvor als Spin-Off der Andrä AG gegründet, und waren über den bei einer anderen IHK nicht akzeptierten Namen „K-Engineering“ zu „K-Softwarelabs“ gekommen, der dann auch anerkannt wurde. Nachdem aus anderen Gründen dann der Sitz nach Berlin verlegt werden sollte, hat die IHK Berlin wiederum den Namen „K-Softwarelabs“ nicht akzeptiert, da es schon eine Firma namens „K Labs Software“ gab. Wir standen also zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit ohne Namen da.

Die Namensfindung

Nach all diesen Unwägbarkeiten gab es erst einmal zwei Wochen lang eine latente Namenssuche in unserem Intranet, die aber nichts wirklich Prickelndes zu Tage förderte. Das Setzen einer Deadline (morgen früh um 10 Uhr muss die Mail an die IHK raus, damit der Umzug der Gesellschaft abgeschlossen werden kann) führte dann eine größere Gruppe des Berliner Teams mit einem Rest „Bier vom Fass“ zu einer abendlichen Namensfindungsbrainstormingsession zusammen.

Diese bunt zusammengesetzte Gruppe einigte sich auf den Vorschlag „Qudo Software“ oder „Qudosoft“. Die zentralen Elemente des Wortes „Qudo“ waren dabei, laut Verkündung am nächsten Tag, die sprachliche Nähe zu den Kudo-Karten, mit denen wir schon seit geraumer Zeit gegenseitig unseren Dank und unsere Wertschätzung ausdrückten und das „do“ im Sinne von „machen“.

Cooles Extra: Die Domain qu.do war noch nicht vergeben, was natürlich unsere Nerdseelen sehr gefreut hat.

Damit hatten wir einen von der IHK akzeptierten Namen, der wirklich zu 100% vom Team entwickelt wurde.

Auf der Suche nach unserer Corporate Identity

Die Geschichte der Entstehung der Qudosoft hat noch eine kleine Fortsetzung.

Als es darum ging, die CI für die Qudosoft zu entwickeln, kam von mir u.a. der Vorschlag, 99designs zu nutzen, um hier schnell voran zu kommen. Auf diesen Vorschlag meldet sich ein neuer Mitarbeiter, erst seit 3 Tagen im Unternehmen, mit folgendem zu Wort:

Das Konzept von 99Designs ist unfair und unwürdig. Da wird die nicht gerade rosige Situation von Designern ausgenutzt. Da arbeiten Designer für lau. Diese Richtung ist weder modern noch bekommt man dadurch das, was man braucht. Würden wir auch erst mal eine Software erstellen, und dann hoffen, dass jemand unsere zwischen einem Dutzend anderer auswählt? Ja, wir könnten die Software wenn sie nicht genommen wird nicht mal an wen anders verkaufen – das ist nämlich nicht erlaubt.

Auch sind die Ergebnisse so eines Wettbewerbs nicht gut. Ein guter Designer schafft es, die Idee, das Gefühl und die Vision einer Marke zu fassen und in einem CI / Logo abzubilden. Dazu gehört aus meiner Sicht nicht nur das Logo, es geht um Farbräume, Schriftarten usw. Dazu braucht es aber mindestens ein Gespräch. Wenn nicht gar einen Markenworkshop (klingt hochgegriffen, ist aber viel eher unsere Kultur als 99Designs), Bei so einem Workshop wird man sich nebenbei auch viel bewusster, was man für eine Kultur überhaupt kommunizieren möchte! Ja, oft kann so ein Workshop zur Bildung einer Kultur beitragen.

Daher meine Richtung: Guter Designer für akzeptables Geld ein schickes CI entwickeln lassen – auf das man dann auch stolz sein kann. Und, sooo teuer ist das übrigens auch nicht wenn man nicht gerade eine große Agentur anheuert.

Und das war genau der entscheidende Impuls, um einmal mehr zu erkennen, dass wenn wir von anderen erwarten, dass sie die Qualität unserer Arbeit anerkennen und wertschätzen, wir diese Ansprüche auch als Grundlage unseres Handelns gegenüber Dienstleistern, Lieferanten und Partnern sehen müssen.

Selbstorganisation

Zwei Dinge finde ich an der Geschichte wichtig: Erstens, ist unsere eigene Identifikation mit dem Namen Qudosoft und mit dem Unternehmen durch den gemeinschaftlichen Prozess der Umbenennung noch weiter gestiegen. Viel wichtiger finde ich aber den Teil mit der CI, weil es zum einen unser Wertesystem im Alltag zeigt und zum anderen ein weiteres Beispiel dafür ist, wie schnell neue Mitarbeiter Teil der Entscheidungs- und Organisationsprozesse werden.

Und noch etwas zu den Kudos-Karten

Am Anfang unserer vierzehntägig stattfindenden Qudosoft-Meetings werden die Kudos-Boxen an unseren Standorten geleert und alle Kudos-Karten in großer Runde vorgelesen.

Die Zahl der Karten ist sehr schwankend – selten gar keine, meist 5-10. Das Leeren der Kudos-Box ist einer der zentralen Momente um unsere gegenseitige Wertschätzung öffentlich zu zeigen und zu feiern Das funktioniert bei uns schon seit über 2 Jahren sehr gut.

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